Seit Monaten schon sitzt Asia Noreen aus Pakistan im Gefängnis. Sie wurde zum Tod verurteilt, weil sie den Islam beleidigt haben soll. Auch ihre Familie ist aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen untergetaucht.
Pakistan ist neben Eritrea und Algerien eines der drei Schwerpunktländer beim diesjährigen Gebetstag für verfolgte Christen, der am 13. November stattfindet. Alle drei Staaten stehen auf dem Weltverfolgungsindex und gehören zu den Ländern, in denen Christen derzeit am stärksten verfolgt werden.
Berüchtigte Blasphemiegesetze
Nach Informationen des Hilfswerkes Open Doors, das zusammen mit der Weltweiten Evangelischen Allianz zum Gebetstag aufruft, leiden nahezu 1.500 Christen im ostafrikanischen Eritrea wegen ihres Glaubens in Militärgefängnissen und Frachtcontainern. Häufig werden sie genötigt, ihren Glauben schriftlich zu widerrufen, um frei zu kommen. Im nordafrikanischen Algerien droht vielen Hausgemeinden die Schließung. Christen, die bei privaten Gebetsversammlungen entdeckt werden, werden festgenommen. In Pakistan werden die berüchtigten Blasphemiegesetze willkürlich gegen Christen eingesetzt. Wie ein Damoklesschwert schwebt über Christen die Todesstrafe, sollten sie von Nachbarn oder Verwandten der Beleidigung des Islams beschuldigt werden.
Kraft und Ermutigung
Die Schicksale der Christen in diesen drei Ländern stehen beispielhaft für die 100 Millionen Christen, die derzeit weltweit verfolgt und benachteiligt werden. "Auf ihnen lastet ein immenser Druck", so Markus Rode, der Leiter von Open Doors Deutschland. "Diese Christen brauchen dringend unsere Gebetsunterstützung. Denn sie wissen, dass sie durch Gebet besondere Kraft und Ermutigung in schwierigen Zeiten erhalten."
Weitere Informationen zum Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen finden Sie hier.




